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Copyright: westbahn
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Flott unterwegs: Die Westbahn legt ab 2018 die Strecke Wien – Salzburg nicht nur häufiger, sondern in den neuen Zügen auch rauchfrei zurück.

Der letzte Zug

14.11.2017

Aus den Ländern: Wien – Salzburg

In den neuen Westbahn-Zuggarnituren ist das Rauchen nicht mehr erlaubt. Bald wird es auch in den alten verboten. Stolz präsentierte die private Westbahn im September den neuen Fahrplan 2018. Statt wie bisher stündlich fahren ab 10. Dezember 2017 die Westbahn-Züge im Halbstundentakt zwischen Wien und Salzburg, dann fährt die Westbahn auch den Wiener Hauptbahnhof an.

Um das zu stemmen, wird der Fuhrpark der Westbahn von sieben auf 17 Garnituren vergrößert. Die zehn neuen Zuggarnituren heißen "KISS 2", einige sind bereits im Einsatz. Die Bezeichnung hat nichts mit Küssen zu tun; KISS steht für "komfortabler innovativer spurstarker S-Bahn-Zug". Natürlich teilte die Westbahn mit, dass die neuen KISS-2-Züge noch besser und komfortabler als die alten KISS-1-Züge seien. Aufgezählt wurden: Die einflügelige Türöffnung, bessere Beschleunigung, optimierte WIFI-Lösungen, druckdichte Züge...

Den wichtigsten Unterschied erwähnte die Westbahn nicht. In den neuen Zügen gibt es kein Raucherabteil mehr, in ihnen darf nicht mehr geraucht werden. Besonders ärgerlich für Raucher ist, dass man nicht weiß, wann ein neuer Zug fährt und wann ein alter. Laut telefonischer Auskunft der Westbahn steht das erst am Morgen desselben Tages fest. Dann könne man ja anrufen und erfragen, wann welcher Zug fahre.

Ärgerlich, aber es wird bald schlimmer: Ab 1. Mai 2018 darf auch in den alten Westbahn-Garnituren nicht mehr geraucht werden, dann tritt in Österreich das neue Tabakgesetz in Kraft. Dort heißt es unter §12(4): "Rauchverbot gilt auch für geschlossene öffentliche und private Verkehrsmittel zur entgeltlichen oder gewerblichen Personenbeförderung."