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Copyright: Bauer
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Quick-Funktion: ein Abschied ohne Tränen

18.08.2017

Jetzt ist es also soweit: Nach vielen gemeinsamen Jahren müssen wir uns von der bargeldlosen Bezahlfunktion Quick verabschieden. Scheiden tut weh, heißt es oft im Volksmund. Ich persönlich weine der Quick-Funktion allerdings keine Träne nach und glaube, dass es vermutlich auch zahlreichen unserer Berufskollegen nicht anders geht.

Die Umsätze an den Automaten im Zusammenhang mit Quick sind in jüngster Zeit immer stärker zurückgegangen, daher ist das Auflassen dieser bargeldlosen Funktion für mich überhaupt kein Beinbruch. Allerdings müssen wir Trafikanten aufpassen, was in nächster Zukunft an die Stelle von Quick tritt. Es könnte nach dem altbekannten Motto "Es kommt selten etwas Besseres nach" mit neuen Kostenfallen für unsere ohnehin nicht verwöhnte Branche verbunden sein.

Auf alle Fälle müssen wir darauf achtgeben, dass unsere Automaten auch in der "Nach-Quick-Ära" noch freischalten - Stichworte Jugendschutz und Alterskontrolle. Im Gespräch als Nachfolgelösung ist vor allem eine Umstellung auf NFC, also die Nahfeldkommunikation ("Near Field Communication"), mit der auch schon manche Kassen vor allem in Supermärkten bestückt sind.

Ob das für ihn eine Möglichkeit ist, muss jeder Trafikant selbst entscheiden - in keinem Fall sind wir aber dazu verpflichtet. Ich selbst werde zu den derzeitigen Bedingungen von dieser Variante eher keinen Gebrauch machen, schließlich sind die damit verbundenen Kosten - Stichwort Disagio - einfach noch zu hoch.

Angelika Bauer, Trafikantin in 7033 Pöttsching, herdo@aon.at