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Copyright: Mandy Tabatt/fotolia.com,
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Sudokus und Rätselhefte sind nach wie vor beliebt und zählen zu den Topsellern.

Übersichtlicher Markt

10.05.2017

Sudokus in allen Schwierigkeitsgraden sind der Renner, aber auch klassische Schwedenrätsel sind weiterhin gefragt.

Österreich ist im deutschsprachigen Raum das Gebiet mit dem höchsten Marktanteil und der besten Verkaufsentwicklung. Gerade bei Rätseln ist diese überproportional stark im Vergleich zum deutschen Pressemarkt", sagt Fabian Tobias Beich, Vertriebsleiter Megastar Verlag Deutschland. Und weiter: "Nach wie vor werden gerade unsere 'roten' Megastar-Sudokus am stärksten nachgefragt und verkaufen sich aufgrund der klaren Abgrenzung der Schwierigkeitsstufen und unserer guten Papierqualität am besten." Die Wirkung anderer Rätselarten wurde am Markt getestet. "Wenn die Rätselarten zu individuell werden, sind hohe Verkäufe aufgrund einer immer spitzer werdenden Zielgruppe nicht möglich", so Beich. Dennoch wird Neues probiert, wie etwa "Der Logiker", ein hochwertiges Logikrätsel, oder der "Wortsuche-Block" und der "Gitterrätsel-Block", die auch abgerissen werden können, wenn das Rätsel gelöst wurde. Schließlich wird es noch den "Rätselexpress - Wortsuche Millionensuche" geben, ein Rätsel, bei dem Zahlenkombinationen gesucht werden. Schon erfolgreich etabliert haben sich Kreativmagazine und Ausmalhefte für Erwachsene. Kürzlich gestartet sind Rätselmagazine für Kinder. Dieses Sortiment umfasst mittlerweile sieben Titel und zwei Lizenzprodukte der Marke Nickelodeon, zwei weitere Kinderrätselblöcke sollen noch gelauncht werden. "Die Trafiken sind unser wichtigster Absatzkanal in Österreich. Ein freier Zugang ist für kleinformatige Rätsel in den Handelsketten sehr schwierig", so Beich.

Relaunches mit Mehrwert

Oliver Leimann, Leiter Rätsel, Bastei Lübbe Verlag, meint: "Das Segment Rätsel ist relativ stabil. Insbesondere in Deutschland sind aber hinsichtlich der Bezugsmengen deutliche Kürzungen auf Handelsseite festzustellen, die sich jedoch teilweise positiv auf das Remissionsaufkommen auswirken." Der Grund: Die Leser wollen Kreuzworträtsel, Zahlen- und Gitterrätsel sowie Sudokus. "Unsere PMV-Rätselmagazine beinhalten eine attraktive und kurzweilige Mischung dieser Rätselarten, ohne jedoch spannende Rätselkombinationen und Innovatives zu vernachlässigen. Für einzelne Hefte wird zudem ein Mehrwert generiert, etwa durch die einmalige Erweiterung um ein achtseitiges Special", so Leimann. Aus Anlass von "15 Jahren PMV" wird es im Laufe des Jahres außerdem einige Marketing-Aktivitäten geben, wie etwa den Relaunch der "Lieblingsrätsel". Dabei setzt Leimann auch gerne auf Trafiken: "Die Tabaktrafikanten stellen eine enorm wichtige Kundengruppe dar. Bei einem Einzelhandelsanteil von etwa 30 Prozent liegt der Umsatz bei 42 Prozent!"

Klarheit ist gefragt

Auch Thomas Küng, Küng Verlag, weist auf die Bedeutung der Trafikanten in Bezug auf den Verkauf von Rätselzeitschriften hin: "Wir schätzen sehr, dass viele Trafikanten ihre Aufgabe ernst nehmen und das Sortiment kennen wollen. Selbst unsere Sudoku-Titel - und in diesem Bereich gibt es ja viele - sind offensichtlich unseren Händlern ein Begriff. Die konstanten, soliden Verkäufe belegen das." Küng spricht davon, dass es keine starken Veränderungen gibt, nur eines: "Wir sehen eine Tendenz zu Magazinen, in denen nur eine Sorte von Rätseln ist. Wir haben bereits mit Österreich Schwedenrätsel diesem Umstand Rechnung getragen."